Nachgekocht: Dak Bokkeum Tang nach missboulette


 Ein schärferes und schöneres  Bild und das Rezept findet ihr bei missboulette

Ich habe wenig keine Ahnung von koreanischer Küche. Daher ist mir missboulettte eine nie versiegende Quelle der Weisheit - und des Lesevergnügens aufgrund ihrer witzigen und federleichten Art.
Ich musste für Dak Bokkeum Tang ohne  die berühmte Gochujang-Paste nachahmen, ich weiss nicht ob sie "original" geschmeckt hat. Aber sie war sehr gut. Ich werde demnächst eine gekaufte probieren und dann sehen, was ich eventuell falsch gemacht habe. 
H. war von diesem geschmorten Huhn und dem dazu servierten Chinakohl-Pseudo-Kimchi sehr verzückt, auch weil er aufgrund einer Jugendfreundschaft mit einem koreanischen Taekwondo-Lehrer sowieso ein Faible für Korea (und Kimchi) hat.
Ich finde es immer wieder spannend, wie Gerichte aus fast identische Zutaten und Zubereitungsarten durch eine winzige Abweichung völlig anders schmecken können. Als Nicht-Asiate könnte man ja oft beim flüchtigen Rezeptelesen meinen, dass eh überall das Gleiche drin ist. Hier sind eindeutig Gochujang-Paste und Sesamöl die Unterscheidungsmerkmale. Dak Bokkeum Tang schmeckt vordergründig wie ein asiatisches Paprikahuhn (verzeiht mir, liebe Koreaner!), dann aber durch Sesam und geröstetes Sesamöl und süssliches Malz doch sehr angenehm exotisch. Ich habe beim Rezept die Menge von Kartoffeln und Zwiebeln reduziert, weil ich mehr puren Fleischgeschmack wollte. Ich kann mir das Gericht aber auch ohne Fleisch vorstellen, dann geht es wieder in Richtung Erdäpfelgulasch (jetzt höre ich aber mit den Vergleichen auf, bevor ich es mir ganz mit den Koreaner verscherze).

Koreanischen Tee habe ich mir gerade bestellt. Es tun sich neue Genusswelten für mich auf!

Kommentare:

  1. Diese Gochujang-Paste suche ich schon seit einiger Zeit in den Asia-Läden. Beim Trieu bin ich nicht fündig geworden. Falls du sie irgendwo findest, wäre es ganz nett, wenn du es mir sagst, ich wollte das nämlich auch schon nachkochen :-)

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  2. Wenn ich sie in einem meiner Läden finde, kauf ich dir ein Glas mit. Meine Simulation mit Chilipulver, Gerstenmiso und Klebereismehl (dazu habe ich den Unaussprechlichen verwendet ;-) hat gut geschmeckt, ob es der Originalgeschmack war, kann ich nicht beurteilen.
    Ich habe auch ein Rezept dafür gefunden: http://www.easykoreanfood.com/gochujang-Recipe.html

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  3. Du bringst es wie immer auf den Punkt, liebe Eline: Gochujng und Sesamöl bestimmen den koreanischen Geschmack.
    Und keine Anngst, ich stimme Dir zu. Ich könnte mir dieses Hühnchen auch ohne Hühnchen vorstellen als Kartoffel(Erdäpfel)-Gulasch. :-)

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man in Österreich kein Gochujang bekommt - selbst Freunde in Budapest haben im Nachbarhaus einen Händler. Muss mal recherchieren und gebe evtl. Bescheid.

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    1. missboulette,
      Gochujang: ich habe ja noch gar nicht zu suchen angefangen.Und es gibt ja auch noch Online-Shops. Bin zuversichtlich.
      Habe gerade meinen ersten koreanischen Tee geliefert bekommen: Bio Jeju Seogwang. Riecht gut und ich freu mich auf die erste Tasse!

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  4. Sie hat es so sehr verdient, die mussboulette, dass ihre koreanischen Rezepte entsprechend gewürdigt werden.
    Immer weider nehm ich es mir vor, aber mal so für spontan ist es leider nix, weil die ein oder andere Zutat im Haushalt fehlt.

    Aber irgendwann, da probier ich aus...versprochen!

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    1. Suse,
      dieses Rezept geht schnell, wenn man die fertige Paste zuhause hat.

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