Südfranzösisches Perlhuhnragout mit Zitrone


Ich verfüge über kein Sammelgen. Weder bei Schuhen und Handtaschen noch bei Kochbüchern. Daher verschenke ich, bis auf wenige Ausnahmen, sich ansammelnde Kochbücher. Gute, wenn ich glaube, dass ich alle Anregungen für mich herausgeholt habe. Und schlechte, weil sie nur verstauben würden und ich gerne wenig Glump in meiner Wohnung herumstehen habe.
Aus einem längst verschwundenen Buch über französische Landküche, dessen Titel und Verlag ich nicht mehr weiss, stammt die Anregung zu diesem Perlhuhnragout. An Stelle der im Rezept genannten Scheiben von frischen Zitronen verwende ich meine eingelegten Salzzitronen und etwas frische Zitronenschale. 

Diesen Herbst und Winter sind die Perlhühner von meinem Lieferanten von besonders guter Qualität. Da zahlt sich die Arbeit des Häutens und Entbeinens für ein zartes, zitroniges Ragout aus.

Perlhuhnragout mit Zitronen
Zutaten für 4 Portionen:

1 Perlhuhn, entbeint, gehäutet, in grosse Würfel geschnitten
1 - 2 EL Gänse- oder Butterschmalz
3 Knoblauchzehen, in Stifte geschnitten
2 Schalotten, grob zerteilt
1 TL Mehl
100 - 200 ml starker Perlhuhnfond (aus Karkasse, Knochen und Haut)
100 ml weisser, leicht süsser, säurearmer Wein 
(Ersatz: 50 ml weisser Port und 50 ml Weisswein)
2 geh. EL Creme Fraiche
Schale einer ganzen Salzzitrone, in Streifen
Thymian
grober schwarzer Pfeffer
1 MSP frisch geriebene Zitronenschale

Zubereitung:
Knoblauch, Schalotten und Perlhuhnfleisch in einer Gusseisenpfanne in Gänseschmalz leicht anrösten, aus der Pfanne nehmen. Mehl in Schmalz hellbraun rösten, mit Wein/Portwein aufgiessen, glatt einkochen. Fleisch wieder dazu geben und zugedeckt weich schmoren. Den Perlhuhnfond nach und nach zugeben, aber immer nur wenig.Ca. 15 min vor Kochende die Salzzitronenstreifen dazu geben. Am Schluss alle anderen Zutaten beifügen, kurz noch durchziehen lassen. Salz ist wahrscheinlich nicht nötig.

Wein: Hermitage Blanc 







10 Kommentare:

  1. mmmmmhhhh, grandios - macht hunger.
    ich krieg hier leider keine perlhühner.
    salz zitronen kenne ich nicht.

    leider habe ich unmengen an kochbücher und rezepten...die ich ehrlich gesagt kaum verwende.
    das ist eine schwäche und ich bewundere dich, dass du als vorzeige köchin so etwas gar nicht brauchst.
    ich halte mich ja auch nicht an die rezepte...außer beim brot backen.
    mal schauen, wem ich mit den vielen büchern eine freude machen könnte.
    lg libelle

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  2. Das sieht exorbitant gut aus. Auch bei uns gab es neulich Perhuhn (allerdings kein südfranzösisches sondern bretonisches). Zur Zeit sind sie wirklich gut.

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  3. Allein schon der Name des Gerichts lässt Bilder im Kopf entstehen - und dann erst das Foto dazu!
    Zum Sammelgen: ich hab das. Darum habe ich auch so gut wie keinen Platz mehr, aber viele Bücher :-)

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  4. Küchenzauber,
    das Gericht schmeckt auch mit einem guten Bio-Huhn.

    chrisi,
    danke!

    chezuli,
    "Brust oder Keule" wäre der passende Titel zum Film ;-)

    mipi,
    bei uns setzen die Perlhühner, die im Freien gehalten werden, jetzt so richtig Fleisch und Fett an. Nächte Woche bekomme ich wieder vier Stück, die letzten für diese Saison.

    Küchenschabe,
    bei mir gibt es eh auch Ausnahmen: beim Schwammerlsuchen und bei Sportkleidung habe ich durchaus auch Ansätze zur Sammlerin.

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  5. wahrscheinlich sammelst du dann wieder "meine" Schwammerl, muss ich aufpassen, diesen Sommer ;-)

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  6. Das ist schon praktisch, wenn man dieses Sammelgen nicht hat. Spart Geld und Platz :o)
    Was die verschenkten Kochbücher betrifft, so stellt sich mir allerdings die Frage, ob du die ausprobierten und für gut befundenen Rezepte in eine eigene Rezeptsammlung überträgst oder ob du zu den Superhirnen dieser Welt gehörst, die sich einfach unheimlich viele Dinge merken können.

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  7. Übrigens finde ich dieses Pastabällchen sehr schick angerichtet :o)

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  8. Suse,
    leider bin ich kein Superhirn.
    Es geht mir ja weniger um genaue Rezepte als um Anregungen, bestimmte Ideen, Kombinationen. Die merke ich mir schon. Ein Brot- oder Tortenrezept muss ich leider auch abspeichern.
    Pastabällchen - da weiss ich immer, wofür ich eine grosse, zweizinkige Flesichgabel habe, die ich sonst kaum benötige.

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