Kühlschrank leer


Spinatcurry mit Erdäpfeln, Joghurt, Ingwer und Garam Masala

Manchmal bleibt wochentags einfach keine Zeit zum Einkaufen. Auch wenn ich wirklich privilegiert bin und meine Einkaufsmöglichkeiten gleich ums Eck habe. Dann stehe ich, so wie neulich abends, vor dem fast leeren Kühlschrank, der ausser einem Becher Bio-Joghurt nur eine mickrige Ingwerwurzel enthielt. Ein FF-Tag musste es auch noch sein, also war kein schnelles Stück Fleisch aus dem Tiefkühler mit Bratkartoffeln erlaubt. Pasta oder Risotto  hatten wir schon genug an den letzten Tagen, ausserdem war ja kein Käse da. ??????????????????????????
Indisch vegetarisch geht immer, dachte ich mir, wenn Gewürze, Reis und Hülsenfrüchte vorhanden sind. Aber ich wollte was Leichtes, Gemüsiges. Ein Blick in den TK brachte die tiefgrüne Erleuchtung: Spinat! Ja, den gibt es bei mir immer auf Vorrat. Wenn ich im Frühling und Herbst vor Riesenbergen von Bio-Spinat (habt ihr eine Ahnung was für eine Halde 3, 4 Kilo frischer Spinat sind? ) stehe und diesen verlese, wasche, blanchiere, hacke, püriere, portioniere und einfriere - lufthol! -, ja, dann halte ich mich für blöd, weil ich mir das antue. Aber ich freue mich dann jedes mal, wenn ich ein Päckchen aus dem TK nehme und in nullkommajosef ein schnelles Spinatgericht am Tisch steht. So wie dieses Spinatcurry. Da ich nur mehr pürierten und keinen grob gehackten Spinat hatte, mussten gebratene Erdäpfelstreifen und frische Ingwerstifte etwas Biss als Kontrast bringen, sonst wäre mir das Ganze zu breiig gewesen. Wir waren mit dieser Improvisation so glücklich, dass es sicher Wiederholungen dieses Abendessens gibt, auch bei vollem Kühlschrank. 

Spinatcurry mit Erdäpfeln, Joghurt, Ingwer und Garam Masala
Zutaten für 2 Portionen:

1 geh. TL Butterschmalz
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, gerieben
3 cm Ingwer, fein gerieben
1 geh. TL nordindische Currymischung (überwiegend Kurkuma, Kardamom, Kreuzkümmel, Bockshorn, Chili, Zimt, Nelken)
1 MSP Asafoetida
1 gestr. TL schwarze Senfsamen, geröstet 
1 TL Senföl (optional)
Salz
400 g blanchierter, ausgedrückter Spinat, grob gehackt
2 EL Bio-Joghurt, fett


2 mittelgrosse speckige Erdäpfel, in feinen Streifen
1 geh. EL Butterschmalz oder Öl
1 geh. TL Garam Masala
2 cm frischer Ingwer, gestiftelt


Zubereitung:
Aus den Zutaten ein Curry zubereiten. Das Joghurt erst ganz am Schluss einrühren. Die Erdäpfelstreifen knusprig braten, abtropfen lassen. Im restlichen Ghee das Garam Masala kurz rösten und heiss über das angerichtete Curry giessen, Erdäpfel und Ingwer darauf anrichten. Dazu Basmati und Joghurt.

Kommentare:

  1. Fusion-Curry, super. Vorsicht: mit den knusprigen Erdäpflstreifen hast du mich gleich am Hals, ich bin ein richtiger Erdäpfeljunkie :-)

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  2. Ich auch! Die Inder mögen sie aber auch sehr gerne, daher ist das gar keine Fusion. Der Koch bei unserem Inder gibt auch manchmal gebratene Kartoffelwürfel in das Spinat-Curry mit Käse (Saag Paneer), dann mag ich das Gericht noch lieber.

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  3. Spinat, gekauft und dann selbst eingefroren. Das ist schon abgefahren, oder? Schönes Essen.

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  4. Findest du , Claus?
    Eingefrorener Bio-Blattspinat besteht zu 70 Prozent aus Stengeln und wieviele Schnecken u. ä. mitverarbeitet werden, will ich gar nicht wissen. Und schnelles Blanchieren und Einfrieren von Spinat für gekochte Gerichte schadet der Qualität keineswegs.

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  5. Für solche Reste bin ich immer zu haben. Sieht wieder wunderbar aus.

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