Das letzte Menü des Jahres 2011. Jetzt gibt es eine asketische Woche und anschliessend lasse ich mich an einigen Tagen Auszeit im Schnee von Helmut Rachinger bekochen.
Einmal im Jahr muss Gans auf den Tisch. Früher hatte ich den Ehrgeiz, möglichst viele verschiedene Zubereitungsarten von der Gans in einem Menü zu servieren. Alles von der Gans, war die Devise. Das ist, auch bei kleine Portionen und bewusst um Fett erleichterter Rezeptur, allerdings eine sehr fleischlastige Angelegenheit, auf die ich nicht mehr so rictig Lust habe. Am Sonntag gab es daher ein Menü, in dem die Gans zwar die tragende Rolle spielte, aber durch einen "Schwedischen Heringsteller" etwas mehr Frische und Abwechslung geboten wurde.Es gibt nur ein neues Rezept, die Fisch-Vorspeise. Darauf bin ich aber stolz, weil ich Hering so zubereitet habe, dass er sogar mir schmeckt. Wird in den nächsten Tagen eingestellt. Alle anderen Rezepte sind in den Bildunterschriften verlinkt.
Gänselebercreme, Orangen-Quitte, Briochetoast
"Les Ursules", Champagne Roses de Jeanne (Neuentdeckung: sagenhaft gut!)
"Les Ursules", Champagne Roses de Jeanne (Neuentdeckung: sagenhaft gut!)
Kokos, Vanille, Ananas
Zwei Geschenke von Foodblogger-Freundinnen haben zum Gelingen des Menüs beigetragen: Das feinwürzig-fruchtige Quitten-Orangen-Chutney von bushcook passte perfekt zum Amuse aus Gänseleber. Und das herb-süsse Dirndlgelee von der Küchenschabe begleitete neben einer Rotweinsauce die gebratene Gans.
Danke! Ihr habt mir mit diesen Köstlichkeiten, die man in ihrer Originalität und Qualität in keinem Laden kaufen kann, grosse Freude bereitet, weil ich damit mein Menü so schön und ohne eigene Kochleistung aufwerten konnte!
Und H hat wie immer für eine harmonierende Beweinung gesorgt


Traumhaft - mit sehr feinen Ideen.
AntwortenLöschenLiebe Eline,
AntwortenLöscheneinfach phänomenal. Ich bin überwältigt von dieser ästhetischen Darbietung!
... deine Liebe fürs Essen, Kochen, Zubereiten von ethisch vertretbaren Produkten und das Aufzeigen derer vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten verzaubert mich immer wieder aufs Neue!
DANKE!
Christine
gewohnt schönes menü! was war die vanille zum dessert? Ein kuchen?
AntwortenLöschenDanke, chezuli!
AntwortenLöschenChristine,
verzaubern - das kling tnicht schlecht!
Ellja,
im Parfaitrezept (ich hoffe, der Link klappt?) ist viel Tahitivanille. Und ich habe auch in das Ananasragout Vanille gegeben.
Schaut wunderbar aus. Wenn ich nur halb so viel dekorativen Geschmack hätte... Deine Totentrompeten ähneln rein visuell ein bisschen meinen Algen, die mir nach den ganzen Missratungen letztlich doch recht gut gelungen sind.
AntwortenLöschenZumindest die beiden oberen Weine scheinen mir ein wenig vom lieben Christoph inspiriert zu sein ;) Feine Exemplare.
chezmatze,
AntwortenLöschenfast getroffen! Den Champagner habe ich in einem neuen Laden hier in Linz gekauft, der neben einer beeindruckenden Auswahl an Whisky, Rum und Gin kleine, feine Champagner hat.
Den JC hat mir der Christoph organisiert, nachdem der Herr Gysler leider keinen mehr hatte.
Du machst wirklich Kunst mit deiner Küche! Das ist ja SOWAS von schön anzusehen! Ich wage gar nicht, mir vorzusellen, wie dieses Menu gemundet hat!
AntwortenLöschengrain de sel,
AntwortenLöschenist nur Handwerk, keine Kunst. Aber viel Spass!
freut mich, dass euch das dirndlgelee geschmeckt hat. allerdings braucht dieses tolle menü gar keine aufwertung, das wäre auch spielend ohne dirndlgelee ausgekommen! so möchte ich auch mal kochen können, mich stresst ja schon viel einfacheres kochen, wenn besuch erwartet wird :-)
AntwortenLöschenKüchenaschabe,
AntwortenLöschenwir können ja gerne mal gemeinsam kochen, das würde mir grossen Spass machen!
da möchte ich aber bitte der lehrling sein, der zwiebeln schneidet und ansonsten aufpasst wie ein haftlmacher, damit er recht viel lernt!
AntwortenLöschenjetzt machst du dich aber sehr klein, liebe Küchenschabe - ich habe maximal etwas mehr Erfahrung und das ist kein Verdienst sondern ergibt sich mit den Jahren.
AntwortenLöschenDirndlgelee? Ich glaube, du misst uns norddeutsche Leser dringend aufklären.
AntwortenLöschenAndreas,
AntwortenLöschenDirndl ist ein Hartriegelgewächs, auch Kornelkirsche genannt. Eine fast schon vergessene Frucht, die wiederentdeckt wurde. Im Pielachtal gibt es sogar einen "Dirndlkirtag".
http://www.genuss-region.at/article/archive/18582
Liebe Eline,
AntwortenLöschenwie Du siehst lese ich brav meinen Rückstand nach. Es freut mich, daß Du so eine schöne Verwendungsmöglichkeit für das Chutney gefunden hast.
bushi,
AntwortenLöschenich finde, dieses chutney passt sehr gut zu dunklem gefluegel, zu leber. in curries und ideal in lammtahine als "gewuerz".
ich hoffe, katha liest das ;-)