Dass man mich doch immer wieder für DEN Adventskalender einlädt, wundert mich. Und diesmal sogar via 180° und mit einem individuellen Türchen (dessen Symbolik allerdings nur für "alte Hasen" verständlich ist). Welche Ehre! Das ist in Bezug auf den Adventkalender so, wie wenn man bisher in der Bildzeitung geschrieben hat und plötzlich für den Spiegel schreiben darf!
Ich kann mir als Motivation nur vorstellen, dass die Marketingstrategen von 180° dazu geraten haben, mit mir auch die Zielgruppen Agnostiker und Weihnachtsignoranten abzudecken.
Daher warne ich vorweg: es gibt hier einen Jahresrückblick als "Menü des Jahres 2011". Kein Lametta! Erwartet also bei mir wenig Besinnliches. Ein gutes Menü muss auch Gerichte mit Biss enthalten!
Jahresrückblicke sind ja genau genommen langweilig. Trotzdem werden sie in grosser Zahl veröffentlicht und sogar gelesen. Und gelesen werden muss man als Bloggerin. Früher haben die Menschen Tagebüchern ihre geheimsten Gedanken anvertraut, das Buch mit einem Schloss versperrt, vor Lesern geschützt. Ein Blog, das niemand liest? Das würde uns Blogger in tiefe Depressionen stürzen.
Keine Angst, ich werde nicht über Finanzkrise, Staatsbankrott und andere unerquickliche Themen des fast schon ganz verflossenen Jahres lamentieren. Ich beschränke mich auf Genuss-Relevantes. Und dazu kann man aktuelle Politik sicher nicht rechnen.
Menü des Jahres 2011
kreiert für den 180° Adventkalender
Gruss aus der Küche:
Gastronomische und önologische Trends
+ Man sieht im Restaurant endlich wieder schlichte, runde, weisse Porzellanteller, auf denen sich die einzelnen Komponenten des Gerichtes sogar berühren oder vermischen dürfen.
- Kennt ihr die Tischtücher und Servietten, die sich wie beschichtet anfühlen, keine Feuchtigkeit aufnehmen und immer so aussehen, wie wenn sie nur einmal im Jahr gewechselt würden und auch in tausenden Jahren nicht verrotten würden? Die verbreiten sich wie Salmonellen.
- Kennt ihr die Tischtücher und Servietten, die sich wie beschichtet anfühlen, keine Feuchtigkeit aufnehmen und immer so aussehen, wie wenn sie nur einmal im Jahr gewechselt würden und auch in tausenden Jahren nicht verrotten würden? Die verbreiten sich wie Salmonellen.
+ Es gibt ihn wieder, den Servierwagen! Ob zum Tranchieren von Braten, den Filetieren von Fisch oder zum Flambieren. Aus den Lagern geholt, entstaubt und poliert, wird er auch in gar nicht traditionellen Restaurants zu meiner Freude wieder eingesetzt. Eine kommunikative Sache, kann man doch mit dem Menschen, der die Gans tranchiert oder Orangen flambiert, ein bisschen plaudern.
- Duftlampen am Esstisch ersetzen Tischkerzen. Dieser Stinker, die jeden Wein- oder Essensduft umbringen, gehören verbannt. Samt Tischdekoration, die den - meist eh zu kleinen - Tisch verstellt. Wenn ich um Entfernung von Seidenblumen-Gesteck samt Schmetterling, Sternen und Engelshaar bitte, blicken mich manche weiblichen Servicekräfte (oder Besitzerinnen - und ja, es sind nie Männer!) waidwund an. Ich befürchte, damit verletze ich manche zarte Künstler-Seele!
+ Frühere Lieblingswinzer in Österreich machen endlich wieder Weine mit weniger Umdrehungen als in den letzten Jahren.
- Bisherige Lieblingswinzer in Deutschland machen leider Weine mit mehr Umdrehungen als in den letzten Jahren.
+ Weinentdeckung des Jahres: Jagini, Moric.
Burgundisch anmutender Blaufränkischer aus uralten Reben in St. Margareten. Uns begeistert die Moric-Stilistik, manchen gefällt sie weniger.
- Duftlampen am Esstisch ersetzen Tischkerzen. Dieser Stinker, die jeden Wein- oder Essensduft umbringen, gehören verbannt. Samt Tischdekoration, die den - meist eh zu kleinen - Tisch verstellt. Wenn ich um Entfernung von Seidenblumen-Gesteck samt Schmetterling, Sternen und Engelshaar bitte, blicken mich manche weiblichen Servicekräfte (oder Besitzerinnen - und ja, es sind nie Männer!) waidwund an. Ich befürchte, damit verletze ich manche zarte Künstler-Seele!
+ Frühere Lieblingswinzer in Österreich machen endlich wieder Weine mit weniger Umdrehungen als in den letzten Jahren.
- Bisherige Lieblingswinzer in Deutschland machen leider Weine mit mehr Umdrehungen als in den letzten Jahren.
+ Weinentdeckung des Jahres: Jagini, Moric.
Burgundisch anmutender Blaufränkischer aus uralten Reben in St. Margareten. Uns begeistert die Moric-Stilistik, manchen gefällt sie weniger.
+ Restaurant-Wiederentdeckung des Jahres: Herberstein, Linz.
Mit dem erfreulicherweise wiedergekehrten jungen deutschen Koch Sascha Wurdinger, der handwerklich grossartig und leichtfüssig Asiatisches mit eigener Stilistik verbindet. Die gastronomische Wüste Linz braucht mehr solche Köche!
Kalte Vorspeise:
Zurückgerudert
Zurückgerudert
Leicht panisch wollte ich ganz mit dem Bloggen aufhören. Dann habe ich mit dem Post Silent Cooking halbherzig die Kommentare gesperrt und wollte nur noch Tagebuch führen. Mit Schloss sozusagen, wie früher. Das war natürlich völlig überzogen und die vielen Emails meiner Leser haben mich zur Besinnung gebracht. Also bin ich zurückgerudert und hab das noch nicht bereut.
Warme Vorspeise:
RIP Molekularküche
Aber, wie der immer vorausblickende Ferran Adria erkannt hat, der Zug ist abgefahren, das Feuer aus. Heston Blumenthal kocht neuerdings im Hotelrestaurant nach Rezepten aus dem 15. Jahrhundert. Und Grant Achatz brät seine Gäste im Zweitrestaurant Next ebenfalls mit alten Rezepten ein, nachdem er sie im Alinea mit Lavendelduftkissen betört und mit Mini-Stecknadeln im Essen gefährdet hat.
Was wird bleiben? Einiges an Küchentechnik: Sous Vide auf jeden Fall, weil die Garmethode dodlsicher und für Restaurants sehr praktisch ist. Der Pacojet, weil er sehr demokratisch aus den erbärmlichsten oder aus den besten Zutaten gleich cremiges Sorbet, Mousse oder Eis liefert. Und natürlich viele Texturas, die das Emulgieren, Schäumen, Kleben, Gelieren nicht nur in der industriellen Lebensmittelherstellung, sondern auch in Restaurants und privaten Küchen so einfach machen.
Mir persönlich bleiben: ein Gourmet-Whip, ein Vakumier-Gerät, das tolle El Bulli-Buch von 1998-2002 und Erinnerungen an einige sehr teure und spannende, aber nie so richtig beglückende Restaurantbesuche.
Hauptgang:
Chuzpe
In der österreichischen Hochgastronomie ist das kein Thema. War ja nur ein Versehen. Soviel Chutzpe belohnte der Gault Millau 2011 mit Höchstnote. Begründung: es werde ja nur die gastronomische Leistung beurteilt und nicht moralisches Verhalten. Gehts noch?
Pre-Dessert:
FF- und AF-Tage
Schön wäre, wenn sich der FF-Trend nicht nur in hochpreisiger Restaurants, die 2001 sehr auf feinziselierte Gemüsekreationen gesetzt haben, durchsetzen würde. Auch einfache Wirtshäuser sollten sich neben den Alibi-Standards Gemüseteller und Fertig-Rösti was einfallen lassen.
Dessert:
Gelungener Schattensprung
Digestif:
Whiskey und gute Wünsche
Whiskey und gute Wünsche
Mit meinem derzeitigen Lieblingswhiskey Bernheim, einem Small Batch Bourbon aus Weizen, möchte ich mit allen Lesern und befreundeten Bloggern anstossen:
Auf dass wir Blogger in Zukunft von fiesen Abmahnungen, dreisten Werbeangeboten, von dummen Trollen und Neidern verschont werden und gemeinsam viel Spass und Genuss beim Bloggen haben!
Auf dass wir Blogger in Zukunft von fiesen Abmahnungen, dreisten Werbeangeboten, von dummen Trollen und Neidern verschont werden und gemeinsam viel Spass und Genuss beim Bloggen haben!

Der erste Jahresrückblick 2011, den ich nicht nur komplett, sondern auch sehr gerne verfolgt habe.
AntwortenLöschenZum Wohl, Eline!
Du kannst es einfach!
AntwortenLöschenDa schaut man auch schlicht gerne zu, weil es wirkt, als würde dir das Zubereiten, Kochen, Anrichten lässig und mühelos von der Hand gehen!
Ich wollte mich Heike anschließen, und plötzlich war Micha auch da. :)
AntwortenLöschenIch schließe mich also beiden an und danke Dir für diesen ebenso prägnanten wie unaufgeregten Rückblick.
So kennen und lieben wir den Küchentanz. Danke für dieses wunderbare Türchen!
AntwortenLöschenIch bin ja nur Leser ;-), aber Spaß und Genuß habe ich bei Deinen Beiträgen eigentlich immer. Und auch wenn sich sonst in der Welt vieles ändern sollte: Bei Deinem Blog wünsche ich mir, dass er genau so bleibt wie er ist. Ohne Seidenblumen-Schnörksel und Duftkerzen.
AntwortenLöschenEin Jahresrückblick ganz nach meinem Geschmack! Bin ich froh, dass das Molekularzeugs wieder verschwindet...
AntwortenLöschenStockholm am Gebirge ist übrigens hier zu finden:
http://derstandard.at/1577837068806/Taubenkobel-Stockholm-am-Gebirge
Ich habe gerade gesehen, dass der link zwar passt (Taubenkobel-Stockholm) aber wenn man ihn anklickt nicht auf die Seite kommt. Deshalb habe ich ihn in meinem vorigen Kommentar eingefügt. Wollte aber nicht besserwisserisch erscheinen!
AntwortenLöschenHeike, grain de sel, AT, Toni, MatthiasH -
AntwortenLöschenVielen Dank für die lieben Worte an euch alle!
tomf,
danke für deine Assistenz, der Link hat sich irgendwie verabschiedet. Ist korrigiert.
tomf,
AntwortenLöschennein, das kommt nicht besserwisserisch bei mir an, i. g.: ich bin dir dankbar!
Ich verfolge dein Blog ja noch nicht so lange, aber dieser Rückblick lässt mich sicher gehen, dass ich es noch sehr lange tun werde!
AntwortenLöschenLG Ursl
Huch, fast hab ich mich beim ersten Bild a bissl gschreckt ;-).
AntwortenLöschenUnd dann das! Eline, auch wenn du oft a bissl sehr streng bist (ähm, nein, Prinzipien hast!), aber du weißt einfach, wovon du redest und was du tust, und das liebe ich an dir! Dieser Rückblick ist unbeschreiblich, da ist alles drin, auch so kleine Details, die oft jemand gar nicht wahrnimmt (Tischdecken!!! bähhhhh). Und für den StockholmTipp werd ich dir im Juli sehr dankbar sein, denn die Reise ist geplant, aber über die Restaurantbesuche habe ich bisher noch nicht nachgedacht!
Ich hoffe, wir sehen uns alle im Februar wieder!
Sehr schöner Rückblick, und ich brauch dich jetzt auch nicht mehr zu fragen, wie denn der Velich-Wein geheißen hat, von dem du am Wochenende so geschwärmt hast (ich hatte es nämlich einfach vergessen). Eine Frage hab ich trotzdem noch: bekommt man deinen Lieblingswhiskey bei dem netten Herrn in der Klosterstraße?
AntwortenLöschenseifenmacherin,
AntwortenLöschendu bist herzlich willkommen!
Ellja,
sowas Hübsches hast du mir nicht zugetraut, stimmts?
Eine muss ja streng sein ;-), schön wenn du mir trotzdem nicht die Freundschaft kündigst.
Stockholm-Tip: ist ja eigentlich keiner, denn ich war noch nie im Franzen, habe aber eine Reportage mit Interviews gesehen und das hat mir gefallen. Stockholm ist wunderbar, vor allem im Sommer. Du musst um diese Zeit unbedingt Hechtnockerl und Flusskrebse mit schwedischen Dill-Heurigen essen!
Küchenschabe,
Velich-Wein: der, den wir am WE nicht im Glas hatten und von dem wir geschwärmt haben, das ist der Moric, Neckenmarkter Alte Reben. Der Jagini ist ein kleineres Kaliber, aber ebenso fein.
Whiskey: prinzipiell ja, aber: ich hab alle ausgetrunken! Nein, im Ernst, er hatte nur eine Flasche im Verkauf und hat mir dann netter Weise noch die halb volle Verkostungsflasche gegeben. Der nette Herr bemüht sich um Nachschub, das ist aber bei dieser kleinen Distillerie nicht so einfach.
Danke für den schönen Rückblick. Ich wünsche mir, dass all die von dir angesprochenen Punkte, die so selbstverständlich klingen und von dir mit soviel Leichtigkeit aufgeführt werden, irgendwann mal für sehr viele Menschen selbstverständlich sind. Nicht nur für uns Blogger.
AntwortenLöschenein Moment des Innehaltens und Zurückblickens tut immer gut.
AntwortenLöschenEline, vielen lieben Dank für deine gekonnte Rückschau auf das Jahr. Nicht nur deine Kocherei, auch deine Schreiberei ist gekonnt! Meine Hochachtung.
AntwortenLöschendu hast vergessen dazuzuschreiben, dass das teil 1 von 10 ist. ;-) (der dezember eignet sich bekanntlich gut für aktionen wie 10 tage, 10 listen...) mehr davon! es gibt so wenige leut', die einen (kulinarischen) überblick haben, sich aufs detail verstehen, kritisch sind, ihre eigene meinung transparent machen und trotzdem nicht mit lob sparen.
AntwortenLöschenBlöd, wenn man erst zum Lesen/Kommentieren kommt, wenn schon so viele zutreffende Dinge geschrieben wurden. Das zu wiederholen, wirkt langweilig und nachgesprochen,.
AntwortenLöschenUnd da mir grad nichts originelles, anderes einfällt bleibt für dein Türchen nur folgendes:Grandios, Eline!
Birgit,
AntwortenLöschendas wuensche ich mir auch!
lamiacucina,
da spricht die Altersweisheit aus uns beiden ;-)
turbohausfrau,
AntwortenLöschendanke sehr!
katha,
oh nein, fuer Listen bist du zustaendig. Aber so ein spontaner Ab-und-zu-Rueckblick waere schon eine Idee ...
Suse,
keine Angst, so ein "grandios" von dir gefaellt mir ausserordentlich gut.
Ein Rückblick hilft stets beim Abschluss der Vergangenheit und macht den Kopf frei für Neues und Spannendes. Danke für das gelungene Türchen .
AntwortenLöschenLiebe Eline,
AntwortenLöschenganz wunderbar und bei Whiskey denken wir auch immer an Dich :-). Danke für das genußvolle Türchen.
Schön, dass dein Jahres-Anfangs-Tief überwunden ist. Sonst könnt ich ja nicht sagen, dass mir der Blog gefällt - eben weil er nicht verzwitschert ist.
AntwortenLöschenSehr schön und treffend geschrieben, Eline! Da kann ich mich den vorausgegangenen Postings nur anschliessen.
AntwortenLöschenUnd mal sehen, was uns das neue Jahr so alles an Überraschungen für uns parat haben wird!
War mit meiner Lieblingssschwester (hab nur eine) im Kino (Carnage/Polanski - na ja) und ein bisschen Haut Medoc trinken (besser als der Film).
AntwortenLöschenIch freu mich ueber die vielen Posts, auch von neuen Lesern. Antworten werde ich morgen, wir haben Feiertag.
Liebe Eline,
AntwortenLöschenes ist ein sehr schönes Kalendertürchen, das Du uns da gebastelt hast. Sogar eines, bei dem ich ein bisschen widersprechen darf.
Zum Beispiel, dass wir keine Marketingzeugsabteilung haben bei uns, nur Spaß. Und auch wenn der Zeitungsvergleich runter geht wie Öl, muss der wohl trotzdem zurückgewiesen werden. Obwohl, gelesen habe ich´s trotzdem gerne.
Dass wir Abschied „von der Molekularküche“ nehmen werden, glaube ich übrigens nicht. Lediglich von dieser solitären Darbietung wird vermutlich wenig übrigbleiben.
Was nichts dran ändert, dass Idee und Umsetzung, deine Gedanken in Menüform zu präsentieren, wieder mal „Eline-like“ also einfach Klasse sind.
Ach so, unsere Marketingabteilung lässt fragen, ob Du nicht zufällig Lust hast, mal eine bisschen Werbung für einen neuartigen, völlig geschmacksreduzierten Analogkäse zu machen?
>duck<
Andreas,
AntwortenLöschendas schoenste an diesem Rueckblick sind die Reaktionen der Leser.
Bushi,
schoen, wenn ihr beim "Pipperln" (Bezeichnung meiner Oma fuer das Trinken von Alkohol) an mich denkt! Ich denke jedesmal an dich, wenn ich meinen Vorratsschrank oeffne un die vielen kleinen Schaetzchen sehe.
Michael,
mein Blog ist nicht verzwitschert, aber ich "zwitschere" gerne ab und zu (warum fallen mir heute bloss so viele Synonyme fuer Trinken ein?)
Christian,
gastronomisch wird wohl manches teure Restaurant eine Welle der "neuen Bescheidenheit" erfassen, die uns dann als Konzept und nicht als Notwendigkeit verkauft wird.
Gottfried,
Widerspruch ist mir willkommen. Es widersprechen eh viel zu wenige. Nicht nur in Blogs sondern generell.
Den Bildzeitungs-Vergleich der alten Kalender-Heimat finde ich nach wie vor passend. Der Spiegel ist vielleicht nicht so passend, da zu wenig humorvoll.
MOK:
So wie du es sagst, habe ich es gemeint: alsmTechniken und singulaere Gerichte wird sie ueberleben, aber nicht
mehr als Gesamtkonzept eines Restaurants.
Analogkaese-Werbung: schickt mit bitte den Vertrag, aber vertraulich!
Danke für den treffenden Rückblick, mit Genuss und voller Zustimmung gelesen!!!
AntwortenLöschenFF- und AF- Tage, gute Idee, lg, Friederike
Du bist deiner Linie treu geblieben und das schätze ich sehr an dir.
AntwortenLöschenDen Wiedereinführung des Servierwagens finde ich auch sehr nett und bin schon auf der Suche einen hübschen nicht scheppernden für mich zu kaufen.
Lokalszene: Letztens war ich in einem Hinterhofbeisl, da standen noch Maggiflaschen auf den Tischen und ich habe herzhaft aufgeatmet. Ich bin damit aufgewachsen! Dass sich jemand noch traut Maggi auf den Tisch zu stellen, finde ich cool. Das Gulasch war dort übrigens herrlich, der Rest war Küche der 80er Jahre. Lustig anzusehen.
Mich stört die aufgeregte Bloggerszene ebenso, wo es mehr um die Bewerbung seines eigenen Blogs, oder eines Produktes geht. Es ist sehr, sehr schade. Nette Blogs und ich sage ganz offen raus, es ist/war einer von Arthurs Tochter sind für mich unlesbar geworden. Aus dem unverkrampften Schreibstil, ist ein verbissenes Werbeangebot geworden, das sich locker flockig lesen soll und sich anfühlt, als würde es in eine schmale Kiste gepackt worden sein. Und so gibt es noch einige andere, die immer wieder ihre zahlenden Schatzis erwähnen müssen. Das geht mir einfach auf die Nerven. Die Post hat zum Beispiel das Postkuvert eingeführt: Jetzt kann man schön gesammelt das Werbeangebot in den Papierkübel werfen, gibt es so eine Filterfunktion schon für Blogs??? Ein Aufruf an die Freaks, so etwas zu programmieren!
Die Blogkrise hält bei mir noch an. Dazu hat sich auch die Twitterkrise miteingestellt. Und ich lebe trotzdem noch! :-)
Danke Eline, für den schönen Rückblick. Bin ja noch völlig neu auf Deiner Seite, obwohl schon so lange vorgenommen. Dem Adventskalender sei Dank. :)
AntwortenLöschenFriederike,
AntwortenLöschenAF-Tage fallen mir in der Punsch macht seelig-Zeit besonders leicht, weil ich so gerne gegen den Strom schwimme.
Anterl,
so eine Menage mit pickiger Maggiflasche, Salzstreuer mit Reis drin und gesprungener Plastikkappe sowie graubraunem Pfeffermehl in einem duestern Streuer mit einem singulaerem Loch, pure Nostalgie. Verwenden moechte ich sie trotzdem nicht muessen.
Du bist ja noch um ein Aitzerl ehrlicher als ich. Das bewundere ich an dir,weil das in der virtuellen Welt eine
Gradwanderung ist. Ganz so mutig bin ich selten, nachdem man mich einige Male ganz schoen gemobbt hat.
Wieso tust du dir Twitter ueberhaupt an? Passt ja gar nciht zu dir.
Liebe missboulette,
AntwortenLöschenschoen, dass du zu mir gefunden hast. In der Flut an Foodblogs ist das "sich finden" ja nicht mehr so einfach.
Ich habe dich jedenfalls heute auch entdeckt!