Am letzten Freitag hab ich was gemacht, was ich nie, niemals von mir erwartet habe: ich habe drei Foodbloggerinnen zu mir nach Hause eingeladen. Offizieller Anlass: die Erstellung unserer Liste der österreichischen Foodblogs. In Wirklichkeit war ich aber sehr neugierig auf die drei, weil sie in ihren Blogs so authentisch und mir dadurch besonders sympathisch sind.
Genau so waren sie dann auch "in natura". Denn sie sind auch tatsächlich gekommen: katha ist sogar extra aus Wien angereist, Ellja hat es geschafft, einen drohenden Abendtermin zu vermeiden und die Küchenschabe hat sich noch in ihrem Friaul-Urlaub spontan zum Kommen entschlossen.
Dass wir uns über den Austausch in unseren Blogs gut kennen gelernt haben, zeigte sich auch an den wunderbaren Gastgeschenken, die ich erhalten habe: jedes war für mich und meine doch oft speziellen Vorlieben massgeschneidert und hat mich richtig gerührt.
Bevor ich so richtig sentimental werde, weil das wirklich ein ausergewöhnlich schoner Abend mit liebenswerten Menschen war, folgt jetzt ein nüchterner Bericht.
Einen Bericht aus kathas Blickwinkel gibt es bei esskultur.at.
Einen Bericht aus kathas Blickwinkel gibt es bei esskultur.at.
Kleines Menü zum ersten und sicher nicht letzten
Urfahraner Foodbloggerinnen-Treffen:
Foto: by courtesy of Katharina Seiser
Butterverkostung
Schnittlauchblüten, Radieschen
Natursauerteig-Brot von der Bäckerei Moser
Wein: Champagner "Oeil de Perdrix", Jean Vesselle
Butterverkostung: blind natürlich. Es gab 3 österreichische Bio-Produkte: Sauerrrahmbutter von der Elixhausener Molkerei (2 Stimmen), Sauerrahmbutter von Strasser (2 Stimmen, weil ausnahmsweise wirklich sehr frisch und ohne das häufige "Ranzeln"), Süssrahmbutter der Lembacher Molkerei (0 Stimmen, aber trotzdem als zuverlässige, immer verfügbare, relativ geschmacksneutrale Butter zum Backen und Kochen von allen gemocht). Meine Lieblings-Süssrahmbutter der Molkerei Plangger war leider nicht verfügbar.
Abschweifung zum Wein:
Liebe Gästinnen, ihr wisst nicht, was euch mit der Verweigerung des
Uhudlersekts, entgangen ist. H. hat ihn am nächten Tag geöffnet und wir
haben ihn nach kurzer Geruchsprobe und einem winzigen Schluck schnell in
der Abwasch entsorgt. Er war unsäglich grauslich. Und das trotz sehr stolzem Preis. Dabei gibt es in
italien so wunderbare Isabellatrauben-Sekte ....
Wein: 2009 Riesling "Röttgen", Heymann-Löwenstein
Ellja war tapfer und hat diesen Gang trotz Rote Rüben-Trauma gegessen.
Wein: 2009 Riesling "Röttgen", Heymann-Löwenstein
Variante von bewährten Komponenten in völlig anderen Texturen als in diesem Küchentanz-Rezept.
Wein: Schioppetino von Tiare, Friaul. Ein burgunderartiger, autochthoner Wein, das perfekt zum Gericht passendes Gastgeschenk von der Küchenschabe, die meine Friaul-Liebe teilt.
Hier schmücke ich mich mit fremden Federn: das Dessert wurde von Ellja mitgebracht: links ihre elegante Variante eines Bsoffnen Kapuziners (mit Äpfeln und Majoran, ganz raffiniert und erfrischend). Rechts eine Miniatur ihrer berühmten Geburtstagstorte, mit Schokoladeboden, Schokoladenmousse und Maracujacreme. Ein mehr als würdiger Abschluss unseres kleinen Menüs.
Wein: 2007 Riesling Auslese "Weinheimer Mandelberg", Gysler

ok, ich siedel um. Nach Österreich. Dort schreibe ich dann einen foodblog.
AntwortenLöschen:)
Ein Nicht-Gastgeschenk müssen Grüße gewesen sein! ;)
AT,
AntwortenLöschendie Grüsse sind verlässlich angekommen, danke sehr!
Was ja erstaunlich ist, oder vielleicht auch als Erklärung dient: Linz ist eine Provinzstadt mit katastrophaler kulinarischer Versorgung - trotzdem oder gerade deswegen sind wir als Foodbloggerinnnen ganz schön präsent.
Ich hab´ ja keine Vorstellung - wie weit ist es von Linz nach Wien? Oder ist da noch eine andere große (bekannte) Stadt näher?
AntwortenLöschenLinz-Wien 180 km, beide an der Donau. Keine andere grössere Stadt. Linz hat geschätzte 190.000 Einwohner, der Grossraum Wien 2,4 Mio.
AntwortenLöschenEline, schön wars!
AntwortenLöschenEin bisschen schade, dass das wunderbare Pfeffereis im Raunasupperl nirgends zu sehen ist... das fand ich extragenial!
ich freu mich schon auf das nächste Beisammensein!
Ellja,
AntwortenLöschenja, das Eis ist gut versteckt - bietet Raum für Phantasie!
Ich auch!
danke für den wunderbaren abend, dir ganz besonders, wegen des feinen menüs, das so gut geschmeckt hat, wie es klingt und ausschaut, und ellja und frau küchenschabe! freu' mich aufs nächste mal, ob in der wienerstadt oder sonstwo. never say never, ganz genau ;-)
AntwortenLöschenEline,
AntwortenLöschenganz fatastisch war´s! Ich hab mich richtig wohl gefühlt mit Euch allen! Und das Essen war sensationell gut:
Ich warte schon ganz ungeduldig auf das Rezept für den Rote-Rüben-Schaum mit Pfeffereis (der Mitkoch wartet noch ungeduldiger - der ist überhaupt ein bisschen neidig, weil ich so viel Gutes zu Essen bekommen habe ;-)
Ui! Was für ein Menü! Toll!
AntwortenLöschenFind ich schön, dass ihr einen tollen Abend hattet! :)
katha,
AntwortenLöschenwien muss sein.
küchenschabe,
ich bin eh schon am werkeln. aber das Rezepteschreiben ist in diesem Fall aufwändiger, weil ich aus dem Gedächtnis rekonstruieren muss, wie ich das Gericht gemacht habe. Und dann wartet auch noch das Herbstmenü und seine Rezepte auf die Veröffentlichung. Stoff gibt es also für einige Zeit ...
Hallo Eline,
AntwortenLöschenKompliment an dich, und Deine Gäste, ich bin beeindruckt. Ich stelle fest, dass wir bei deutschen Weinen den gleichen Geschmack haben. Horst Sauer und Heymann Löwenstein, den ich im November in München treffen werde.
Sehr gelungen! Falls Ihr Österreich mal um Bayern erweitert ;o)...
AntwortenLöschenHeinz,
AntwortenLöschendanke für das Kompliment.
Toni,
AntwortenLöschenum Bayern erweitern? Da müssten wir zuerst unsere Statuten, die die Verwendung von Ingwer und Mehlbutter im Schweinsbratlsaftl verbieten,ändern ;-)
Wir Bayern sind ja bekanntlich flexibel. Daran wird's nicht scheitern :)
AntwortenLöschenToni,
AntwortenLöschenwir koennen uns ja auf einen friulanischen Schweinsbraten einigen ;-))
Ich glaube, den Niederrhein könnt Ihr dann auch noch gleich mit eingemeinden, und ich freue mich über jedes Rote Bete Rezept. Seit ewigen Zeiten bin ich der einzige Exot in der Familie, der die mag (und deswegen damit im Herbst immer großzügig versorgt wird).
AntwortenLöschenDa bin ich schon auf die Rezepte gespannt... Pfeffereis und Tomatenkompott... toll.
AntwortenLöschensusa,das wird ja schön langsam zu einer imperialistischen Attacke auf unser Nachbarland:
AntwortenLöschen"tu felix austria coque" ;-)
Andreas,
AntwortenLöschendie rezepte gibt es schon. Das Pfeffereis im aktuellen Post und für das Tomatenkompott in einem älteren, ähnlichen Rezept hier:
http://kuechentanz.blogspot.com/2009/05/die-ersten-jungen-sellerieknollen-gibt.html
herrlich, traumhaftig, pfauig! Bin begeistert was du da gezaubert hast.
AntwortenLöschenente,
AntwortenLöschenpfauig - kommt dieses lustige wort vom anerkennenden zischlaut "pfauuu" oder steht es fuer die, den pfauen ja zugeschriebene, eitelkeit ? ;-)))
ente,
AntwortenLöschenpfauig - kommt dieses lustige wort vom anerkennenden zischlaut "pfauuu" oder steht es fuer die, den pfauen ja zugeschriebene, eitelkeit ? ;-)))
ente,
AntwortenLöschenpfauig - kommt dieses lustige wort vom anerkennenden zischlaut "pfauuu" oder steht es fuer die, den pfauen ja zugeschriebene, eitelkeit ? ;-)))
...sehr spät gelesen über das österreichische Foodbloggerinnentreffen und -menü: toll, mein Kompliment!
AntwortenLöschenFreue mich, dass ein bisschen Italien vertreten war. Herzliche Grüsse von einer Österreicherin im manchmal doch fernen Rom
Ulimengo,
AntwortenLöschenich hätte nix gegen ein Foodbloggerinnen-Treffen im Rom, mit dir als Guide!