Hollerröster-Sorbet


Derzeit präsentieren sich die Saisonen sehr ambivalent, das spiegelt sich auch in meinem Kochverhalten wieder. So gab es gestern ein spätsommerliches Risotto mit vollreifen Tomaten, Chili und viel schon etwas herbstschwachem Basilikum, der Rest der Basilikumstöcke wird demnächst zu Basilikumöl verarbeitet. Ja, ich koche wieder, also bin ich wieder fit - danke für die lieben Genesungswünsche!
Hollerröster ist ein in Österreich beliebtes Kompott aus Hollunderbeeren und wärmenden Gewürzen, wie Zimt und Nelken. Oft werden noch Zwetschken, Äpfel oder Birnen mitgekocht. Das machen aber nur die, die sparen wollen oder den intensiven Holler-Geschmack nicht mögen. Ich liebe allerdings diesen erdig-fruchtigen Geschmack und bereite meine Hollerröster eher puristisch zu. Traditionell gibt es den Röster zu Topfenknödeln oder anderen Topfen-Nachspeisen.


Ich bereite ihn aber diesmal noch fast sommerlich zu, als Sorbet.
Das gleiche Rezept mit Portwein schmeckt auch mit Zwetschken, Brombeeren, Heidelbeeren, Kirschen oder Schwarzen Ribiseln - allen dunklen Früchtchen!

Zutaten für ca. 6 Portionen:
400 g vollreife Hollerbeeren
50 ml roter Portwein
1 Stück Zitronenschale (2 cm)
3 Gewürznelken
1/2 Stange Ceylon-Zimt
80 g Zucker
30 ml Invertzucker
1 MSP Carobe

Zubereitung:
Portwein mit Zuckersorten, Carobe und Hollerbeeren aufkochen, Gewürze in einem Tee-Ei zugeben und ca. 10 Minuten leicht köcheln. Fruchtbrei durch ein feines Haarsieb streichen (mit dem Rücken eines kleinen Schöpflöffels durchpassieren). Die Masse gut durchkühlen, am besten über Nacht. Dann frieren.

Kommentare:

  1. Liebe Eline,
    schön dass es Dir wieder besser geht. Hat die Suppe geholfen? Auf so ein Sorbet habe ich auch noch Lust. Und Eure österreichischen Topfen-Nachspeisen finde ich sowieso lecker. Du siehst auch an meinen Posts, dass ich zwischen dem Sommer und dem Herbst hin und herspringe. LG Isi

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  2. Gute Idee, den Holler in eine luftige Nachspeise zu verwandeln! Ich bin von meiner oberitalienischen Reise zurück, Calandre war unglaublich gut, wir waren bei spannenden Winzern und auf der Biennale.

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  3. duni,
    ich bin sehr gespannt, kannst du ein bisschen berichten? Welche Winzer?

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  4. duni,

    falls du einen Bericht hier einstellen möchtest, schicke ihn bitte an kuechentanz@gmail.com. Das wäre super!

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  5. Schön, dass Du wieder auf den Beinen bist - wie Suppen doch helfen können ;)

    Dieses österreichische Naschwerk kannte ich noch nicht, wahrscheinlich lese ich deshalb immer "Höllenröster" ;) - es klingt so, als würde ich mir alle 10 Finger schlecken und wünschen, ich hätte noch ein paar mehr!

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  6. Höllenröster - das ist jetzt mein neuer Name für Hollerröster ;-) Bei Hollunder scheiden sich ja die Geister, manche lieben ihn, viele hassen ihn. Mein Lieblingsschnaps im Winter ist Hollerschnaps, der soll angeblich fiebersenkend und antiviral wirken, wie die kleinen schwarzen Höllen-Beeren auch. Die Italiener wissen schon, warum sie Sambucca trinken und der alte Rock'n Roller Chubby Checker singt ja auch ganz begeistert von Elderberry Wine .
    Hollersaft ist auch sehr gut in Saucen zu Wild, mit ein bisschen Bitterschokolade ...
    Und Hollersaft darf oder durfte (?) in kleinen Mengen zu einfachem Rotwein beigemischt werden ...

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  7. liebe eline, bereitest du das sorbet in der eismaschine zu?
    ich denke daran, es nach einem wild als dessert anzubieten...dürfte ja ganz gut passen ...
    lg libelle.evelyn

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  8. Ja,
    in der Eismaschine. Ohne diese wird ein Sorbet nicht cremig.

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