Petersilienpüree - Chlorophyll pur


Dieses Jahr wachsen alle Kräuter derartig üppig, dass ich mit der Ernte gar nicht nach komme. Am Sonntag musste der Petersilienstock zum Friseur - das endete mit 2 Handvoll gezupften Blättern von Glattpetersilie. Schnelle Küche war angesagt (Wanderwetter!). Steaks wurden in etwas Basilikumöl mariniert und sanft gebraten, eine schokoladig-scharfe Sauce aus eingefrorener Rotweinreduktion, Rinderfond und Mole-Mischung produziert und kleine Heurige mit viel Rosmarin gebraten. Als Krönung gab es dazu das Püree aus Petersilienblättern. Und das geht ganz einfach:
Zutaten für 4 Personen:
2 Handvoll abgezupfte Glattpetersilie ohne Stängel
1 Handvoll Spinatblätter
1 MSP Xanthan (optional)
2 TL Creme Fraiche
Muskat
1 Spritzer Sojasauce
Salz & Pfeffer
Zubereitung:
Petersilie und Spinat in Salzwasser kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken, gut ausdrücken. Mit Gewürzen, Xanthan und Creme Fraiche in einem starken Mixer fein pürieren. Fertig. Man kann das Püree zimmerwarm oder heiss servieren. Durch das Xanthan wird es schön cremig-fest, man kann es auch weg lassen. Chlorophyll und Vitamine pur!

Kommentare:

  1. Immer wenn ich bei Dir lese, fällt mir wieder ein, dass ich ja Xanthan zu Hause habe, aber praktisch nie verwende... Irgendwie vergesse ich das immer. Ich sehe das doch richtig, in deine Pürees und Mousses machst Du immer eine MSP Xanthan, oder gibt es da Ausnahmen? Ansonsten sehr schönes Rezept, das ich bestimmt ausprobiere.

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  2. isi,

    ich komme mit meiner Dose Xanthan wahrcheinlich auch 3 Jahrhunderte aus ;-). Ich verwende Xantan nicht für alle Püree, Mousses und Saucen, nur für solche, bei denen die Gefahr besteht, das sich Wasser (Saft) von den festen Bestandteilen absetzt. Vor allem für Saucen, die kalt zubereitet werden. In der traditionellen Küche verwendet man dafür oft Mehl oder Stärke, z. B. bei Spinat. Cremespinat auf Omas Art mache ich auch mit "Einbrenn" (Mehlschwitze), Sauce aus Bärlauchpüree binde ich mit Xanthan, das ist komplett geschmacksneutral und unbedenklich, vor allem in diesen winzigen Mengen. Kartoffelpüree bekommt aber kein Xanthan zu sehen!

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  3. Danke Eline, ich werd bei nächster Gelegenheit daran denken ;-)

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  4. dieses satte grün sieht einfach klasse aus. Ich stelle mir den intensiven Petersiliengeschmack sehr gut zu einem Steak vor.

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  5. Pfiffige Idee und eine klasse Farbe.... Xanthan habe ich bisher lediglich beim Glutenfrien backen verwendet.... prima dann gibt es eine neue Möglichkeit!
    Danke für das schöne schnelle Rezept.... Da ich so viel versuche wie möglich auf Weizenmehl zu verzichten ist das ein prima Tip

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  6. Der Petersilengeschmack ist tatsächlich intensiv, wenn auch durch die Spinat-Zugabe gemildert.

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  7. ich beneide Dich vor allem um Deine selbstgezogene Petersilie. Bei mir wächst ja wirklch Vieles, aber Petersilie habe ich aufgegeben, die wird nie was, egal ob kraus (man ist ja kompromissbereit, gell) oder glatt. Das Pürree ist prima und die Farbe ist der Knaller!

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  8. Arthurs Tochter,
    ich habe aber nur Topf- und Kübelpflanzen auf der Terrasse, keinen Garten.

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  9. Ende Saison, wenn die Wurzelpetersilie (?) geerntet wird, herrscht kurzfristig immer ein grosser Peterliüberschuss. Dann mache ich auch gerne Petersilienpüree. Schmeckt köstlich auch als Raviolifüllung.

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  10. Peterli-Ravioli stell ich mir koestlich vor, auf ein bisdchen Peterliwurzelcreme und ein paar schwarze Trueffel drauf gehobelt ....

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