Jungstiertatar

Los gehts, genau nach Plan!
Das ist ein ideales Sommer-Amuse oder eine kleine Vorspeise. Der Trick mit der Panier, die an "Gebackenes" erinnert, aber weit weg von der Üppigkeit eines Wiener Schnitzels ist, stammt von Massimiliano Alajmo, der auf diese Art auch rohe Rindfleischstücke serviert.
Zutaten für 4 Personen (für Vorspeise, als Amuse nur die Hälfte):
250 g schieres Rinderfilet, mit dem Messer gehackt 1/2 Schalotte, in feinste Würfel geschnitten 1 TL kleine Salzkapern, fein gehackt 2 TL Schnittlauchröllchen 1 MSP scharfer Senf 1 MSP Zitronenschale
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Panier:
1 entrindete Semmel, grob gerieben
2 EL Nussbutter
Zubereitung:
Das Tatar kurz vor dem Servieren vermischen. Kleine Türme formen. Die groben Brösel in Nussbutter goldgelb rösten, abkühlen. Die Türme in den Bröseln wälzen.
Dazu ein passender Dip. z. B. eine Sauce aus fruchtigen Chilies, Ingwer und Tomaten. Oder der köstliche Schwarze Senf aus Lustenau.

Kommentare:

  1. Eline,
    danke für das Rezept, das hat mich interessiert. Sowas kann man immer einbauen..
    Dein Tisch schaut sehr schön und einladend aus. Ich koche am Sonntag ein größeres Menü, vielleicht mache ich dann auch mal ein "Ambiente"-Foto.
    Meine Zettel schauen übrigens auch so aus. Ohne Planung gehts halt nicht...

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  2. Ja, Isi, das ist eine einfache Sache, die schmeckt (wenn man rohes Fleisch mag).
    Zum Ambiente: natürlch sieht das ohne Gäste und Speisen sehr steril aus. Aber ich möchte meine Gäste nicht mit Knipserei am Tsich nerven. Sie müssen eh schon tolerant sein, weil ich vor ihnen um die angerichteten Teller am Küchenblock herumtanze und die Gerichte fotografiere.
    Schön, dass ich bezüglich Planung nicht alleine bin - manche halten das für übertrieben (meine Urlaubs-Packzettel-Vorlagen für Rad-, Langlauf-, Städtereisen bringen auch viele zum Lachen). Aber nur so, kann ich mein doch sehr enges Zeitbudget stressfrei organisieren.

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  3. Ich habe Naturwissenschaften studiert und fing ungefähr zur gleichen Zeit mit der Kocherei an. Also hab ichs gemacht wie in den Chemiepraktika-bevor es ins Labor ging, musste erstmal eine Liste erstellt werden, in der Materialien, Arbeitsabläufe etc. struktuiert erfasst wurden. Damit liefs einfach leichter-an der Uni und in der Küche auch. Vorallem, als die Kocherei aufwendiger wurde, wäre es ohne Planung eh nicht mehr gegangen. Und ganz im Ernst: Wir sassen alle schon mal bei ganz von sich selbst eingenommenen Hobbyköchen, die sooo kreativ waren, dass sie derartiges Papierzeugs natürlich nicht brauchen-das waren dann die Abende der leergeräumten Brotkörbchen und der angetrunkenen Gäste, weils ewig dauerte, bis etwas Essbares am Tisch stand bzw. die Wartezeiten zwischen den Gängen ins Unendliche tendierten.

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  4. duni,
    da sprichst du was Wahres aus. Ich könnte mich zergkugeln, wenn ich im Gespräch auf Hobbyköche stosse, die soooo kreativ sind, dass sie keine Rezepte benötigen. Konzeptive Köche wie mich belächeln sie mitleidig. H. nennt diese Vorgehensweise immer "Würfelküche" - der Koch (Profis machen das auch öfter mal) würfelt ein paar Zutaten nach den Zufallsprinzip zusammen und schaut, was heraus kommt. Ich habe bei derartige Einladungen auch schon erlebt, dass die Hälfte der Tischgäste entweder völlig betrunken war oder vor dem Dessert um 2 Uhr früh eingeschlafen ist.

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  5. mein Respekt ! Derat ausgefeilte Pläne mache ich nur bei Menufolgen. Im Normalfall koche ich jeweils einen Gang.

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  6. lamiacucina,
    der Plan auf den Foto ist der Menü-, Einkaufs- und Zeitplan für das ganze August-Menü. Er darf nie länger als 1 Seite (mehrspaltig) werden, sonst ist was falsch geplant ;-)

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  7. von diesem Rezept bin ich wirklich begeistert - gerade an so schwülen Tagen! Ich weiß nur nicht, wo mir hier der nächste Jungstier über den Weg laufen wird, da muss ich mich wohl um eine gute Alternative bemühen.

    Und ja, bei größeren Einladungen schreibe ich mir auch solche Zettel zur Vorbereitung. Ich schreibe mir auch oft Einkaufszettel, die ich ständig zu hause liegen lasse, aber allein, es mal aufgeschrieben zu haben hilft schon vor dem Einkaufswagen zu rekapitulieren...

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  8. Arthurs Tochter,
    jedes gute Fleisch vom Rind ist geeignet, auch nicht zu junges Kalbfleisch. Ich würde aber z. B. kein Black Angus nehmen, das wäre mir zu dunkel und süsslich für Tatar.

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  9. die ideee mit der kruste fasziniert mich

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  10. hanna,

    ich finds auch genial (ist ja leider nicht von mir). Probier mal das: gutes Filet in einem Strang mit ca. 3 cm DM schneiden. Dann in diesen groben Bröseln wälzen, in ca. 5 mm dickes SCheiben schneiden. Mit grobem Salz und einer selbstgerührten Senfmajonaise servieren.

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  11. Eline, das war zum reinlegen lecker. Ich habs probiert in meinem Menü. Meine Tochter sagte, es wäre ihr neues Lieblingsessen :-)

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  12. Isi,
    so beginnt ein schöner Morgen! Ich freue mich.

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  13. die habe ich an sylvester gemacht. klasse.

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  14. Gerd,

    danke für die positive Rückmeldung. Schön, wenn auch schon ältere Rezepte nachgekocht werden!

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